DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

Der GRISEBACH-Podcast mit Rebecca Casati

36 Friedrich Meschede und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN, Folge 36. Diese Woche zu Gast ist der Kunsthistoriker Dr. Friedrich Meschede. Er war lange Direktor der Kunsthalle Bielefeld, zuvor holte er junge Künstlerinnen und Künstler in das Artist-in-Residence-Programm des DAAD in Berlin; viele davon sind mittlerweile weltberühmt. Heute zieht Meschede noch bei einer weiteren Institution die Strippen. Er sitzt in dem Ausschuss, der darüber entscheidet, welche Kunst in die Bundeskunstsammlung wandert. Wir sind gespannt, was er uns zu diesen Institutionen erzählen kann und sagen: Herzlich Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN.

35 - Bernd Schultz und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Einen »Unrughegeist« hat ihn vor weniger Tagen der Tagesspiegel genannt. Tatsächlich ist der Kunsthändler Bernd Schultz wohl einer der umtriebigsten Bürger Berlins: Mit einem Röntgenblick für bedeutende Kunst und gesellschaftliche Zusammenhänge.
Der Bremer Kaufmannssohn hat einen guten Teil dazu beigetragen, dass die Hauptstadt wieder so wurde, wie sie heute ist: weltoffen und kunstvernarrt.
Vor 35 Jahren, im Jahr 1986, rettete er eine wunderschöne, allerdings heruntergekommene Villa im Berliner Westen vor dem Abriss und entwickelte sie mit seinen vier Partnern zu einem Auktionshaus von Weltrang: dieVilla Grisebach.
Aus dem operativen Geschäft hat er sich mittlerweile zurückgezogen. Trotzdem ist er allgegenwärtig. Dabei wird er auch noch an anderer Stelle gebraucht: als einer der Mitinitiatoren des Exilmuseums, das hier in Berlin hinter dem Anhalter Bahnhof entstehen soll.
Dieser Tage wird Bernd Schultz außerdem 80 – gemessen an seinem Pensum offenbar kein Alter mehr. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch und Herzlich Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN – lieber Bernd Schultz!

34 Helene Hegemann und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN. IN Folge 34 zu Gast ist die Autorin und Regisseurin Helene Hegemann. Vor elf Jahren, mit gerade mal 17, wurde sie mit ihrem Debüt »Axolotel Roadkill« zur Bestsellerautorin. Die Kritik feierte sie als Wunderkind, um sie kurz darauf genauso heftig wieder zu verstoßen – Hegemann hatte in ihrem Roman mehrere fremde Textpassagen montiert und nicht eigens ausgewiesen. Heute, zwei Romane, viele Texte und einen Kinofilm später hat Hegemann sich längst etabliert und von solchen Volten emanzipiert. Jetzt ist ihr neues Buch »Patti Smith« erschienen; vielmehr ein langer Essay, der auch nur am Rande von Patti Smith handelt. Dafür ist er persönlich, berührend und auch sehr unterhaltsam. Wir freuen uns sehr, dass sie zu Gast ist und mit uns darüber spricht. Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: Helene Hegemann.

33 Rosa Barba und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Herzlich willkommen in der Folge 33 von Die Sucht zu SEHEN, dem Grisebach Podcast. Diese Woche zu Gast ist die Künstlerin Rosa Barba. Die Deutschitalienerin begann schon als 14-Jährige zu fotografieren. Während ihres Studiums lernte sie mit digitalen Medien zu arbeiten, experimentierte aber dann doch viel lieber mit alten Kameratechniken; und das tut sie bis heute. Mit analogen Kameras und Projektoren schafft Barba filmische Installationen und Skulpturen, in denen sie die Spuren untersucht, die die Menschen oder die Natur in Landschaften hinterlassen haben.

Je mehr man sich mit ihrem Werk befasst, desto faszinierender wird es: Kein Wunder, dass ihre Arbeiten in Museen und Ausstellungen weltweit gezeigt werden. Dreimal nahm sie bereits an der Biennale von Venedig teil. Derzeit ist sie in Berlin mit einer eigenen Retrospektive zu sehen; in der frisch renovierten und erst kürzlich wiedereröffneten Neuen Nationalgalerie. Wir freuen uns sehr, dass sie diese Woche bei uns ist und sagen herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN: Rosa Barba.

32 Kirsten Becken und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Willkommen bei »Die Sucht zu SEHEN«, dem Grisebach-Podcast. In Folge 32 begrüßen wir die junge Fotografin Kirsten Becken. Sie wurde am Niederrhein in eine Künstlerfamilie geboren, studierte an der Folkwang Hochschule in Essen und zog nach einigen Jahren in München schließlich zurück in ihre Heimat; auch, um sich dort einem sehr persönlichen Projekt zu widmen.
Kirsten Becken wollte untersuchen, was der Auslöser für die psychotischen Schübe und den Suizidversuch ihrer Mutter war; denn konkret wurde darüber nie gesprochen. Bei ihren Nachforschungen deckte Becken dann das Trauma der gesamten Familie auf, das sie unter dem Titel »Ihre Geister sehen« zunächst in Buchform verarbeitete, dann auch als Kunstfilm und schließlich als Hörspiel, beide Male mit Sandra Hüller in der Hauptrolle und abzurufen hier:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hoerspiel-ueber-trauma-ihre-geister-sehen.3684.de.html?dram:article_id=493247

https://www.youtube.com/watch?v=0pafjlo2Vqw

31 Susanna Brown und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Willkommen bei »Die Sucht zu SEHEN«, dem Grisebach-Podcast. Alle zwei Wochen sprechen wir hier mit Menschen, die etwas in der Kunst – oder über sie – zu sagen haben.
Diese Woche zu Gast ist die Kuratorin Susanna Elizabeth Brown. Susannas Schwerpunkt ist die historische Portrait- und Modefotografie. Sie hat 13 Jahre lang für das Victoria and Albert Museum in London gearbeitet. Derzeit läuft auch eine von ihr kuratierte Ausstellung bei Grisebach; gezeigt werden die ultraeleganten Schwarzweißfotografien von Baron George Hoyningen-Huene. Er war der Lieblingsfotograf von Stars wie Marlene Dietrich und der Lebensgefährte von Horst P. Horst, fotografierte für Vogue und Harpers Bazaar und dient bis heute immer wieder als Quell der Inspiration für viele Fotografen und Filmemacher.
Was seine Arbeiten so besonders macht und wie sich die Modefotografie heute, neben den Millionen von Influencern und Selfies, behaupten kann – Susanna Brown wird es uns erzählen. Wir sind gespannt und sagen: Herzlich willkommen!

30 Michael Michalsky und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Herzlich Willkommen bei Die Sucht zu SEHEN. In Folge 30 begrüßen wir Michael Michalsky: Er wuchs in einem kleinen Dorf in Schleswig Holstein auf und studierte nach dem Abitur Modedesign am renommierten London College of Fashion. Anschließend machte er Karriere als Designmanager bei Levis, polierte dann als Chefdesigner und Global Creative Director die damals angestaubte Marke Adidas wieder auf Hochglanz und gründete schließlich sein eigenes Modelabel. Mittlerweile ist er außerdem sehr umtriebig im Bereich Produktdesign und betreibt die Agentur »DesignLab«, in der er erfolgreich Unternehmen berät, kein Wunder: Michalsky ist ein PR-Naturtalent. Immer wieder kommen Kooperationen, Bücher oder Fernsehformate mit ihm auf den Markt. Vor allem aber ist er seit vielen Jahren Kunstliebhaber und -sammler, und darüber wird er heute mit uns sprechen. Wir freuen uns sehr, dass er bei uns ist, herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN – Michael Michalsky!

29 Felix von Boehm und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Herzlich willkommen bei Die Sucht zu SEHEN. Wir sind zurück aus der Sommerpause, aber der Sommer ist natürlich noch längst nicht vorbei. Und für einen schwülen Abend im August können wir uns kaum einen besseren Ort vorstellen als das Kino; genauer gesagt den Film »Fabian«; die fantastische und bereits vielgepriesene Verfilmung eines der wenigen Erwachsenen-Romane von Erich Kästner. Produziert hat den Film Felix von Boehm. Und in unserer neuen Folge wird er uns verraten, was für ein Mensch Erich Kästner war. Warum die Romanvorlage, die immerhin schon neunzig Jahre alt ist, so gut in unsere Gegenwart passt. Und inwiefern es seine Arbeit erleichtert hat, als ihm plötzlich die drei angesagtesten Schauspieler*innen Deutschlands zugesagt haben… Herzlichen willkommen also bei die Sucht zu SEHEN: Felix von Boehm.

28 Nicole Hackert und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Als Berlin noch geteilt war, pilgerten Kunstsammler von nah und fern ins Rheinland, genauer gesagt nach Köln. Dann fiel die Mauer, immer mehr Kunstschaffende zogen in die alte, neue Hauptstadt. Und die beiden Rheinländer Bruno Brunnet und Nicole Hackert eröffneten eine Galerie, die in den Folgejahren die erblühende Berliner Kunstszene entscheidend mitprägen sollte: Contemporary Fine Arts – oder auch kurz CFA – präsentierte die wildesten Künstler und schmiss die legendärsten Parties der Stadt.
Heute, fast dreißig Jahre später, ist die Galerie eine feste Berliner Institution, die Weltstars wie Cecily Brown, Raymond Pettibon, Georg Baselitz oder Sarah Lucas vertritt. In unserer Folge 28 wollen wir deshalb mit Nicole Hackert sprechen, bevor wir uns in eine vierwöchige Sommerpause verabschieden. In der Sie und wir endlich wieder Kunst in Museen oder Galerien anschauen können, und das, so häufig (und beinahe schon wieder: so normal ) wie wir wollen.
Wie sagen deshalb ein besonders fröhliches: Herzlich Willkommen, liebe Nicole Hackert!

27 Lothar Schirmer und DIE SUCHT ZU SEHEN

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Durch sein frühes Verständnis von zeitgenössischer Kunst legte Lothar Schirmer schon als Gymnasiast den Grundstein für eine großartige Kunstsammlung. Vor allem aber schuf er so das Startkapital für seinen eigenen Verlag.

Schirmer erkannte viele Dinge einfach schneller als andere. Etwa, dass es sich auszahlen würde, für den Kauf von Zeichnungen von Joseph Beuys oder Cy Twombly auf dem Bau zu arbeiten.

Geboren in Thüringen, aufgewachsen in Köln, Recklinghausen und Bremen, studierte er zunächst etwas sehr Ordentliches, nämlich Wirtschaftswissenschaften. Er sehnte sich aber danach, mit schöpferischen Menschen zusammenzuarbeiten und gründete dann, Mitte der Siebziger Jahre, in München den Kunst- und Fotobuchverlag Schirmer / Mosel. Dort publizierte er mit großem Auflagenerfolg den in Vergessenheit geratenen Bildkünstler der Weimarer Republik, August Sander, den Maler Heinrich Zille oder die Fotografien von Helmut Newton, Robert Mapplethorpe, Annie Leibovitz oder Peter Lindbergh.

Kaum jemand kann heute so spannend von Joseph Beuys erzählen wie Lothar Schirmer; und so freuen wir uns sehr, dass er das hier gleich tun wird: im 100. Geburtsjahr von Beuys und in der 27. Folge von Die Sucht zu SEHEN. Herzlich willkommen, lieber Lothar Schirmer!

Über diesen Podcast

Grisebach fühlt sich neben dem klassischen Kunsthandel mit Bildern stets auch dem Auftrag verpflichtet, Kultur zu vermitteln und Diskurse zu fördern. Es dreht sich hier nicht ausschließlich um die Kunst an sich, sondern immer auch um die Geschichten dahinter.

Und genau damit befasst sich der neue Grisebach Podcast.

Wir sprechen mit berühmten Malerinnen, Musikern und Autorinnen - und allen anderen, die etwas in oder über die Kunst zu sagen haben.

Es wird um die Bilder gehen, die unsere Leben prägen. Die uns inspirieren oder verfolgen. Die uns glücklich machen können oder andächtig. Solche, die im Museum hängen. Solche, die vor unserem geistigen Auge entstanden sind. Erinnerungen, Gemälde, Skizzen, Schnappschüsse, Plattencover, Gifs,– Hauptsache, sie haben uns anders auf die Welt sehen lassen.

Credits
Redaktion und Moderation: Rebecca Casati
Schnitt: Juliane Fritz
Titelmelodie: Dagobert
Cover: Selina Pavel

von und mit Rebecca Casati

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