Der GRISEBACH-Podcast mit Rebecca Casati
00:00:04: Als Kinder machen wir das ganz natürlich mit diesem Spiegel von Theater, wie wir uns Sachen überlegen.
00:00:10: Dieses expansive Denken und imaginäre Denken muss man sich als Erwachsener schützen und aufrechterhalten.
00:00:16: Und ich glaube da hat Kunst immer uns irgendwo retten unsere Seelen.
00:00:22: Herzlich willkommen in Folge hundertunddreizig von Diesel zu sehen dem Grieseburg-Podcast!
00:00:26: Alle zwei Wochen sprechen wir hiermit Menschen die etwas IN der Kunst oder Übersied zu sagen haben.
00:00:32: Heute zu Gast ist Anna Seidel und für jemanden wie sie ist der Begriff breit aufgestellt erfunden worden.
00:00:39: Die neunzwanzigjährige ist im Investmentmanagement tätig, pendelt dafür zwischen London und Zürich.
00:00:46: Als Model kooperiert sie mit Luxusmodemarken wie Chanel.
00:00:49: Sie hat aber auch in Oxford Literaturwissenschaften studiert schreibt selber Gedichte veranstaltet Poetry-Workshops, für Kulturinstitutionen und organisiert Lyric Dinner bei denen sie Menschen aus der Finanzbranche, Technologie, Wissenschaft und Kunstwelt miteinander vernetzt.
00:01:06: Wie sie dazu kam und wie das alles ineinander greift, das erzielt sie uns jetzt!
00:01:11: Herzlich willkommen, weil die Sucht zu sehen, liebe Anna Seidel!
00:01:14: Danke danke, freut mich sehr.
00:01:17: Ja, liebe Anna.
00:01:19: Eingangs stellst du dich kurz vor.
00:01:21: also wo bist du gerade?
00:01:22: Woran arbeitest du grade was sagst?
00:01:24: oder wenn jemand nach deiner Berufsbezeichnung fragt
00:01:26: Oh ja, das ist immer ... ich sag immer.
00:01:28: Es ist ein bisschen eine Doppelleben zwischen der Wirtschaft und die Poesie bei Tag der Ökonomie gewidmet und bei Nacht eine Poetin.
00:01:37: Okay!
00:01:38: Mittlerweile ist es auch tagsüber gemischt.
00:01:40: Aber das ist sozusagen immer eigentlich das beste Framing oder wie man beide Sachen kombinieren kann?
00:01:46: Und ich melde mich heute aus Zürich, lebe jetzt zwischen Zürch und London vor allem und bin aber ganz ursprünglich aus München Okay.
00:01:55: Und ich glaub, das ist auch so ein kennzeichnender Punkt immer viel geprägt von Reisen und verschiedenen Orten, die mich beeinflusst haben, weil sie aufgewachsen bin und für meine Karriere war ich dann noch davor in Amerika ...
00:02:08: Das rollen wir gleich alles noch schön auf.
00:02:11: Zunächst mal London und Zürich.
00:02:14: ist das berufsbedingend?
00:02:15: Ist es, weil du in Finance arbeitest wie man Neudeutscher
00:02:18: sind?
00:02:18: Ja ja also genau, das sind beide Standorte, die auch viel mit dem Beruflichen zu tun haben auch an Projekten.
00:02:26: Und das sind eben auch zwei Städte, die sehr tief im literarischen involviert sind und auch viele, viele Projekte und spannende Foundations- und auch Literaturresidenzies und Programme bieten, wo man involvierte ist.
00:02:42: Und drum ist es eigentlich immer ganz schön dass sich beide Seiten des analytisches Kreative irgendwo synergetisch oft in den Orten kombinieren kann.
00:02:50: und deshalb momentan zwischen dem beiden Orten.
00:02:53: Du wirst in der Presse als deutsch- niederländische Wirtschaftswissenschaftlerin und Schriftstellerin beschrieben.
00:03:00: Welcher Teil ist bei dir von wo?
00:03:03: Meine Mama ist holländisch, mein Papa ist ursprünglich aus München, also Deutsch.
00:03:10: Das war immer die Mischung und Kombination.
00:03:13: Und das hat auch mal viele kulturelle Einflüsse geprägt.
00:03:18: Wir sind aber dann früher ein kleines Kind mit vier Jahren in die Schweiz gekommen Dann über Gennif Zürich verschiedene Stationen und dann später eben in Amerika viel gewesen.
00:03:28: Also ich würde sagen eigentlich jetzt fast dadurch, dass die letzten zehn Jahre sehr analizistisch geprägt waren, fühle mich fast irgendwie am natürlichsten im Englischen aktuell aber ja ganz ursprünglich aus München.
00:03:42: Du bist in München gebunden?
00:03:43: In der Schweiz aufgewachsen?
00:03:45: Genau!
00:03:46: Hast du dann Als junge Erwachsene, Ökonomie und Philosophie studiert.
00:03:50: Und zwar in Harvard.
00:03:52: Das klingt echt
00:03:53: beeindruckend!
00:03:54: Genau ich war dann zwischen St.
00:03:55: Gallen und Harvard.
00:03:58: Was ihm das Schöne war auch gerade an Harvard ist diese Liberal Arts Approach so dass du verschiedene Fächer mit Minor und Major kombinieren konntest und dort auch wirklich über also wir kennen es ja eher aus dem deutschen Raum dass man sehr sozusagen klar disziplinär und in einem Fach studiert Bei dieses interdisziplinäre Restaurant auch viel stärker schon im Universitätsraum ausgeprägt.
00:04:22: Und dieser liberal arts approach hat man dann auch möglich, sowohl eben Ökonomie als aber nun auch ein Interesse für Philosophie und Literatur weiter zu vertiefen.
00:04:30: also das war bei mir irgendwie schon immer so.
00:04:31: ich glaube dadurch dass sich einen Elternteil sehr kreativ ist der andere sehr analytisch habe ich wahrscheinlich so bisschen in Split Brain Personality bekommen.
00:04:39: Dein Papa
00:04:40: ist Journalist deine Mama Piloten richtig?
00:04:42: Genau das unter anderem und mein Papa war Ich bin nicht Journalist, aber auch viel kreativ involviert am Schreiben.
00:04:51: War auch mit in der Witcher verzahnt.
00:04:53: Selbst beide meine Eltern haben interdisziplinär gearbeitet und dadurch kam das Ganze natürliche, dass sich verschiedene Disziplinen vernetzen immer und man eigentlich in Systemen denkt und versucht von verschiedenen Bereichen des Lebens- und Wissensschätzen sozusagen ... zu konzipieren, was sozusagen die großen Fragen des Lebens sind.
00:05:17: Wie man die beantwortet und wie man die weiter erörtern kann?
00:05:19: Und da hat das Interdisziplinäre eigentlich für mich immer eine sehr prägen Rolle gespielt, ich weiß noch in der Schule.
00:05:24: Ich mochte immer Physik sehr gerne aber dann auch Literatur und Sprache und es war mal gar nicht so einfach weil ja unser Schulsystem ist eigentlich so aufgebaut dass man sich dann relativ früh festlegt und dann den einen Bereich tief reingeht.
00:05:38: Und ich denke aber auch, dass man in mehreren Bereichen sehr tief reingehen kann und das eigentlich am besten dann spiele sogar noch vernetzen kann.
00:05:46: Dadurch eine sehr einzigartige Perspektive entwickeln darf über die Jahre hinweg.
00:05:51: Du bist nach deinem Studium zu Blackstone gegangen?
00:05:55: Die, die es nicht kennen ... Das ist ein ursprünglich amerikanisches Private Equity-Unternehmen, wo echt die knüppelharten Jungs und Mädchen arbeiten!
00:06:04: Bist du auch knüppinghart wenn das sein
00:06:07: muss?!
00:06:07: Ja, also das war schon auch eine intensive aber sehr wertscholle Schule.
00:06:14: Was genau hast
00:06:14: du da gemacht?
00:06:15: Ich war im Private Equity-Bereich.
00:06:17: Zuerst habe ich in New York rekrutiert und war danach im Londoner Team auf der Investmentseite als Investmentanalystin, hat sozusagen dort meine Trainingsjahre dann absolviert.
00:06:26: Man kennt das auch aus Investmentbanken.
00:06:28: Du hast einen Analystenprogramme und dann ein Associate Principle
00:06:33: etc.,
00:06:34: geht so durch die verschiedenen Evolutionsschritte Und für mich war das immer wichtig und spannend.
00:06:40: Ich wollte immer dieses Handwerkzeug haben und eine fundierte Basis im Bereich Ökonomie und dann dieses Wissen nutzen in interdisziplinären oder auch etwas unternehmerischen Konzixen.
00:06:52: Und genau, also ich denke ich kann schon sehr strukturiert sein.
00:06:55: Also hart ist vielleicht zu viel gesagt aber sehr strukturiert und finde das auch wahnsinnig spannend.
00:07:02: es ist schon sehr beeindruckend wenn man auch diese Art Firmen von innen sieht was für Prozesse sich da entwickelt haben wie wirklich Firmen so groß skalieren können.
00:07:13: Ich glaube, das ist auch das, wo mich dann wieder ... Wo sich Literatur und Wirtschaft das Interesse verbinden und auch in Kunst.
00:07:20: also ich finde immer sehr spannend zu sehen wie Systeme wachsen Und auch zu sehen innerhalb von diesen Systemen warum Menschen sich beispielsweise etwas binden und wie Bedeutung entsteht Wie Wert entsteht über die Zeit hinweg.
00:07:37: Ja
00:07:38: Also du warst bei Blackstone und dann habe ich gelesen, Achtung parallel dazu hast Du in Oxford Literatur studiert.
00:07:47: Wie geht denn da vor einem Parallel dazu?
00:07:50: Ja das war dann auch etwas einfacher weil es in den Covid Jahren war.
00:07:55: Da hatten wir so eine Mischlösung.
00:07:56: Dann warst du sowohl auch vor Ort in Oxford aber konntest dann auch ein Teil... digital machen.
00:08:01: Und dann konnte man sich das gut einrichten und strukturieren auch, dass man seine Arbeit vollmachen kann und gut machen kann.
00:08:07: aber dann hat man halt noch davor frühmorgens oder spät abends oder am Wochenende seine Essays vorbereitet für Oxford.
00:08:14: also es war schon sehr intensiv.
00:08:17: ich glaube die einzige Möglichkeit ist man das machen konnte dadurch dass mit Covid wir alle auch irgendwo zu Hause waren.
00:08:22: ja aber er war Ein bisschen Challenge, aber wiederum zurück zu dem sehr strukturiert sein.
00:08:29: Also man muss in der Zeit sehr gut einplanen
00:08:31: ist ja wahrscheinlich also könnte ich mir vorstellen bei deinen Kollegen nicht an der Tagesordnung gewesen dass jemand sich noch parallel so ganz anders aufstellt oder doch
00:08:41: Das ist das Interessante, man würde es mal nicht meinen.
00:08:44: Aber was mich beeindruckt hat und fasziniert der Head of Europe auch bei Blackstone, hat er auch selbst Französische Literatur studiert eigentlich und spezialisiert in Romantik.
00:08:56: also es gab schon einige im Quereinsteiger und interdisziplinäre Charaktere dort die auch sehr weit gekommen sind und auch wirklich Führungsschrollen.
00:09:04: dann hatten in diesem Unternehmen wo das nachvollziehen konnten oder dass auch nachempfinden konnten dass eine unglaubliche Wertigkeit davon entsteht, wie man Sprache eruieren kann und nutzen kann auch um Wirklichkeit nicht nur zu beschreiben sondern zu formen.
00:09:20: Also ich glaube das einzige Artikel was man wirklich hat mit Literatur auch vor allem lürig ist... Also, da kann ich auch später noch mal tiefe drauf eigentlich.
00:09:29: Ich hatte dann so Essay geschrieben auf how poetry can make you a better investor also wie man wirklich die Neuroscience von Lyrik spezifisch nutzen kann um besser mit Amiguität umzugehen und Unsicherheit.
00:09:40: Und das sind dann wiederum auch Skills oder Fähigkeiten die sehr relevant in der Investment Entscheidungsfindung In dem Prozess.
00:09:47: Das heißt lustigerweise es gab schon intern mehr Überschneidungen und auch mehr Charaktere als man meinen würde.
00:09:55: Die große Passion hat einen Parallel zur Kunst und Literatur.
00:10:00: Dort konnten Verletzungen finden, die den geholfen haben in ihrem alltäglichen Investment-Job.
00:10:07: Wird so mittlerweile auch schon gecastet?
00:10:12: Bestimmt, also es war definitiv Teil der Recruiting-Prozesse oder Recherche für Talente zu sehen.
00:10:20: Wer kann ein bisschen über den Tellerrand hinaus schauen und wer kann auch vernetzt denken?
00:10:26: Weil am Ende des Tages dann ist das ein Handwerkzeug ja man muss ein extra spreadsheet bauen können und man muss Analysen machen können.
00:10:33: die Zahlen müssen stimmen.
00:10:34: aber darüber hinaus geht es auch wiederum um den Gedanken wie kann große Systeme weiter voranbringen.
00:10:41: Wie ist man zukunftsorientiert?
00:10:43: Es ist auch nach wie vor in der Wirtschaft und gerade im Private Equity-People's Business, du musst dann wiederum Deals zu Rossing, Interaktion mit verschiedenen Stakeholdern und verschiedenen Parteien managen können, wo wiederum dann auch Fähigkeiten aus sind, so wie Social Sciences oder Humanities wirklich relevant werden.
00:11:04: Ja!
00:11:05: Wie viele Kolleginnen hattest du?
00:11:08: Nicht so viele.
00:11:11: Eher wenig und auch nochmal ein bisschen unterschiedlich auf der besten Seite, wie es ist, Asset Management oder verschiedene Structuring-Rollen intern – das war schon eher weniger!
00:11:24: Sie haben sich sehr möge gegeben, auch immer Chancen zu geben für um junge Frauen.
00:11:30: Ich war auch viel involviert im Recruiting für dann eher Campus-Level und deswegen zu erklären, was für Möglichkeiten es gibt.
00:11:38: Je nachdem, wo man aufgewachsen ist oder wie viel man schon im Studio mitbekommen hat, ist das ja gar nicht zugänglich.
00:11:46: Dann haben wir diese großen Firmen von außen hin.
00:11:48: Es sieht alles glamourös und toll aus.
00:11:50: aber was ist dann konkret der Job?
00:11:51: Und wie kann man sich da einarbeitend vorbereiten?
00:11:53: Das muss man ja auch irgendwo ein bisschen den Zugang schaffen.
00:11:58: verschiedene, sowohl female und male counterparts.
00:12:02: Und es waren doch nicht so viele ja.
00:12:06: Du hast interessante Sachen erzählt gerade aus dieser Finanzwelt mit diesem Quereinstieg dass das eine Rolle spielt.
00:12:12: Es ist spannend, wie sich die Welten vernetzen und auch die verschiedenen Identitätsfragen.
00:12:17: Die du dann siehst ... Ich fand es immer sehr interessant, dass Menschen in verschiedenen Systemkonstrukten verschiedene Rollen annehmen müssen.
00:12:26: Wie man sich irgendwo augmentiert im Welt um zu funktionieren in den verschiedenen Kontexten.
00:12:32: Ja.
00:12:32: Und ich finde auf eine Art und Weise, Lyrik erlaubt uns das wieder zu spiegeln.
00:12:39: Und wenn wir auf eine art und Weise Ich finde, das haben auch Behavioral Economics so spannend.
00:12:44: Du siehst eigentlich ja der Mensch ist nicht rational am Ende von Tag, es ist sehr viel geleitet von Emotionen.
00:12:48: aber wie können wir uns diese Emotionen wiederum explizit machen und uns selbst reflektieren und verstehen?
00:12:53: Und das kann dann wiederum oft nur passieren über die Kunst und über die Lyrik und auf eine Art und Weise.
00:12:59: Sie finden ich braucht man alle verschiedenen Bausteine in seinem Toolkit um da ganzheitlich leben zu können.
00:13:05: also es hat mich immer beeindruckt mit Charlie Manga der ja auch ein ganz affiner Kunstklammer selber war und wahnsinnig interessiert an eine Kunst.
00:13:14: aber auch natürlich ein weltberühmter Investor.
00:13:16: Und der hat auch immer gesagt, in einem ganz berühmten Speech the art of stockpicking that we always try to torture reality to fit our model or fit one sense of reality und dass man zusätzlich all wisdom is not found at one academic department.
00:13:34: also es hat er auch immer unterstrichen das man nur durch interdisziplinär oder multidisziplinäre Vernetzung eigentlich auch zu den ganzheitlichsten Antworten kommt, um Entscheidungen zu fällen.
00:13:45: Und das hat mich immer wahnsinnig fasziniert.
00:13:48: und dadurch kam dann irgendwie die Interesse für spezifische Lyrik.
00:13:52: und wie Lyrik sich im Dialog spiegelt mit Finance?
00:13:55: Mit dem hau potrikin mickey better investor weil es gibt nämlich dort eine Neuroscience-These dass wir was machen was sharpening & leveling heißt wo du als Erwachsen immer mehr schon ein Beliefsystem hast und immer mehr versuchst, die neuen Informationen mit deinem existierten Realitätsbild abzugleichen.
00:14:15: Und darüber verliern wir nur so und wir verlieren die Fähigkeit oft auch irgendwie multiple Optionen wieder wahrzunehmen und ich wirklich gehört zu haben dafür.
00:14:25: Und das entwickelt sich dann oft auch so.
00:14:26: eine bipolar- oder extreme binäre Gesellschaft, die halt nur schwarz und weiß denken möchte oder kann.
00:14:35: Und Lyrik hat man auch dann wirklich recherchiert ist einzigartig gerade auch über die verschiedene literarischen Genres hinweg darin uns die Möglichkeit zu geben mit diesen sogenannten Sharpening Strategien Engage.
00:14:49: Und generell ist es immer gedänglich hier durchs.
00:14:53: Das hilft ja dann wirklich auch, wieder eben dieser Sharpening-Tools in unser Gehirn zu nutzen.
00:14:58: und als Kinder machen wir das eigentlich ganz natürlich mit diesem Spiegel von Theater wie wir uns Sachen überlegen, imaginäre Konstruktionen im Wald
00:15:08: etc.,
00:15:08: also dieses expansive Denken und auch eigentlich fantastische und imaginäre Denken dass das muss man sich glaube ich als Erwachsener vor allem wirklich heutzutage schützen und aufrechterhalten.
00:15:19: Und ich glaube, da ist Kunst immer uns irgendwo retten unsere Sehens.
00:15:24: Ja jetzt bist du ja noch eine junge Frau und hast an wenn man St.
00:15:29: Gallen noch dazu zählt an vier Institutionen wo in einem gewissen Bereich jeder hin möchte es geschafft reinzukommen neben wahrscheinlich exzellenten Noten
00:15:40: was
00:15:40: kannst Du?
00:15:41: Was kannst Du besonders gut
00:15:43: Ui, also ich glaube was geholfen hat für diese Institution war wirklich eine unglaubliche Neugierde.
00:15:49: Und ich glaube das spürt man dann auch wenn man mit Leuten interagiert und wie man Sachen rausfindet...
00:15:57: Im Vorken!
00:15:57: Genau, also auch ich glaube so wie meine markäre Wege sich entwickelt hat oder wie ich auch viele extrakuläre Projekte aufgebaut habe.
00:16:04: Das ist immer sehr getrieben von von Neugierden und auch Neugiere für Menschen.
00:16:08: Und ich glaube, was man dort geleistet hat war dann auch wiederum ein Merkmal oder eine Alleinstimmungungsmerkmal.
00:16:15: Das spannend ist für Universitäten die ja auch wieder in der Gemeinschaft schaffen müssen intern und wiederum Leute haben möchten im Klassenraum, die offen sind für verschiedene Ideen und auch offen sind verschiedene... Argumente aus diversen Disziplinen mit einfließen lassen zu können.
00:16:33: Also ich glaube, das war sicherlich ein Faktor.
00:16:35: und was kann mich besonders gut?
00:16:36: Es ist immer schwierig über sich selber zu sagen... dass ich eben ja sehr gut bin an diese so verschiedene Bellende Luft halten und daraus dann vielleicht eine Synthese zu schaffen.
00:16:49: Netzwerksverknüpfungspunkt.
00:16:52: Ich glaube, das ist eine Stärke die sich bei mir so rauskristallisiert hat und die dann auch wieder viel im akademischen Erholfen hat oder auch im beruflichen.
00:17:00: Sowohl eben akademisch, sich da reinzufuchsen neue Themen und faszinieren zu sein von welches Research Paper Linked hier wieder und wer hat darüber schon nochmal geschrieben?
00:17:10: Und warum ist sozusagen diese These jetzt besser als diese gegebenenfalls?
00:17:14: Oder wie kommt man hier auf Neue Nenner dieses vernetzte Denken?
00:17:19: Und dann das Gleiche im Investmentbereich.
00:17:21: Draußen finden okay, mit wem kommen wir hier sprechen?
00:17:24: oder wie kremen wir an die Informationen von der Management Team?
00:17:27: Welche Szenarienfaktoren sind relevant damit ein Investment- oder Businessplanen aufgeht?
00:17:32: Das sind glaube ich so wirklich die zwei Punkte wo ich sage dass hat wahrscheinlich auch geholfen.
00:17:38: Ja also eigentlich die Querverbindung erstmal zu identifizieren und oder auch herzustellen oder überhaupt die Möglichkeit zu sehen
00:17:46: ja
00:17:47: Heißt das, wo hast du vorhin so schön gesagt?
00:17:49: Tagsüber machst du Finance.
00:17:50: Abends machst du Poetry.
00:17:52: Heißt es, du bist noch bei Blackstone?
00:17:54: Ich fahre dir damit mit Blackstone.
00:17:55: und dann war ich bei deinem brasilianischen Investmentfonds.
00:17:57: danach langere Zeit Und jetzt habe ich immer noch mein eigenes So-Advisor Business in Finance bin aber dann auch sehr viel kreativ aktiv, sowohl eben jetzt mittlerweile auch tagsüber in verschiedenen Kurationsprojekten.
00:18:13: Es kann aber auch Commission Writing sein von meinen eigenen Werken und gedichten Essays Ich schreibe oft mal so Thought Pieces die an der Intersection von Wirtschaft auch Modekunst und Literatur stehen.
00:18:28: Und ja, da hat man eigentlich verschiedene Variationen wie die Literatur- und Lyrikssichter ausprägt in diesen Beratungsprojekten oder Kurationsprojekte oder auch eigenen wirklich schriftschrillen Projekten.
00:18:41: Ich lass du arbeitest mit großen Modehäusern zusammen – wie Chanel oder mit Juwelien für deren Kundschaft du Workshops, Dinners oder Lesungen organisierst Und deren Kundschaft du, das las ich und musste dann lachen in so unerwartete Bereichen vordringen lässt.
00:19:01: Also den Channel konnten wir mit Literatur überraschen.
00:19:04: Erklär uns doch mal wie das funktioniert.
00:19:06: also ein Rodehaus kommt auf dich zu und sagt Wie kannst du eine Querverbindung dir vorstellen?
00:19:11: Total!
00:19:12: Und ich glaub, die Überraschung kommt eher oder war eher dort wahrscheinlich gemeint im Sinne von wie man Leute auch zusammenbringt.
00:19:18: Man muss ja wirklich einen Raum verstehen und die Atmosphäre verstehen in dem Raum.
00:19:22: Und Leute aus ganz verschiedenen Disziplinen kommen können?
00:19:25: Oder ganz verschiedene Altersgruppen auf verschiedenen kulturellen Kontexten.
00:19:28: Wie schaffst du das dort ein gemeinsames Gefühl von Intimität zu generieren?
00:19:34: Und Wärme, wo man auch wirklich sein möchte und sich öffnen kann.
00:19:37: Da ist dann die Querverbindung wiederum die Lyrik also ... Ich kuratier dann ... Maschinen-Dinner kann ein Format sein.
00:19:45: Wir haben auch schon kreative Writing-Workshops gemacht oder Installationsausstellungsprojekte, also es kann verschiedene Formate annehmen.
00:19:54: Okay!
00:19:54: Aber beispielsweise bei einem Dinner ist dann auch mal der Kontext wichtig.
00:19:58: Also wenn zum Beispiel es um die Archive geht von einem bestimmten Modehaus oder wenn ich mit Julia zusammenarbeiten würde aber auch beispielsweise mit einem Museum was für Public Programming und Patreon dass man versteht, ich bin da immer inspiriert gewesen von dem französischen Philosoph Bachelard The Poetics of Space.
00:20:21: Dass Räume dich auch bestimmte Ideen erst wahrnehmen lassen können oder ausleben können und genau so kannst du mit lyrischem Raumatmosphäre schaffen die dann wiederum Möglichkeiten aufzeigt.
00:20:37: Wie machst du das?
00:20:39: Ich versuche mir mal wirklich zu überlegen, wer ist im Raum?
00:20:42: Ich bringe viel Zeit dann in der Koalition auch mit den Gästen selber oder die Gäste zu verstehen im Vorfeld.
00:20:49: Auch das Architektonische, den architekthonischen Kontext zu verstehen und die Geschichte von dem Raum, in dem wir sind.
00:20:54: Und dann auch ein Dialog zu kommen mit der Materie sei es wenn es ein Design-Launch ist was das die Inspiration hinter in einer Kollektion, die Historie von einem Haus.
00:21:07: Welche Geschichten sind da schon durchlaufen?
00:21:09: Und wie bringt man wirklich alle diese Geschichten und diesen Schatz- und Reichtum an Historie zum Leben?
00:21:15: Und das zu emotionalisieren, das schafft man dann durch die Lyrik.
00:21:19: Dann mache ich sozusagen spezifisch auf Auftrags auch Arbeiten, wo meine Gedichte oder meine Ideen dann auch in Dialo kommen mit den Räumen, mit Geschichten ... mit Menschen und diese Verzahnung erfolgreich hinzubekommen.
00:21:35: Das merkt man dann immer, wenn plötzlich die Leute vielleicht am Anfang mit Überraschungen kommen.
00:21:40: Jeder fühlt sich auch manchmal zurückgehaltener, wenn du auch mal neu kombinierst wie die Leute dort sind.
00:21:46: Und dieser überraschungsmoment von neuartigen Kontexten, neuartigem sozialen Umfeld... kreiert dann schon mal eine Verletzlichkeit auf eine Art und Weise.
00:21:56: Und wenn man die dann als Sicherheit übersetzen kann durch Lyrik, dann wird es ein erfolgreicher Abend im Moment.
00:22:02: Also das ist nicht immer ganz spannend zu sehen auch wie den Leuten das bleibt weil für mich war ich eben spannend gerade an Gedichten oder Lyrik auch immer was für einen eigentlich unglaublich demokratisches Tool des Warnt durch die Historien weg Format durch das Wissen geteilt wurde in Gemeinschaften und auch dann später in größeren sozialen Kontexten.
00:22:23: Also es war immer ein... Ein Transportmedium oder ein Mediator in sozialen Kontexten.
00:22:30: Und der Verständnis geschafft hat, das zu replizieren und sich mal sehr rapid auf veränderndene Technologie- und High Speed-Kontext.
00:22:41: heute Tage finde ich wahnsinnig wertvoll und auch wahnsinnigt interessant zu studieren und zu verstehen wie man diese Momente, die wir historisch kennen ein, etc.
00:22:55: wieder auch zum Leben erwecken kann?
00:22:58: Ehe wir jetzt dann endlich auf deine eigene Poesie zu sprechen kommen oder auf dein Schreiben will ich noch einmal eine Frage stellen zu diesen Kontexten oder zu diesen interdisziplinären Gruppen die du gerade beschrieben hast.
00:23:09: also ich stelle mir vor das ist eine Gruppe.
00:23:12: Teil kommt aus der Finanzwelt einen anderen Teil kommt Aus der Kultur und aus der Kunst Welt.
00:23:17: dann kommt jemand von der Wissenschaft.
00:23:20: kuratierst Du diese Gruppen oder diese Einladung auch selber.
00:23:24: Also ist das, sprich deine Gästeliste?
00:23:26: Oder wie funktioniert diese
00:23:28: Mischung?
00:23:28: Genauso durchaus!
00:23:29: Es ist eine Mischungen je nachdem was für ein Projekt es ist.
00:23:33: und wenn ich meine nicht ganz frei in meiner Gedichte an und gestalte dann ja da ist es komplett end-to-end von der Gestaltung Konzept Ideen Raum Gäste alles aus einer Hand.
00:23:45: Und sonst, wenn ich mit Partnern arbeite an Projekte, dann machen wir das nur im Dialog.
00:23:49: Ich finde auch immer schön, wenn man seine verschiedenen Welten zusammenbringt und teilen kann, weil das bereichert sich denn immer sehr.
00:23:57: Also das ist dann immer so dass wir beide oder wenn es mehr als zwei Parteien sind in unsere respektiven Netzwerke schauen und uns überlegen wirklich was wäre wertvoll zum... Bereichen des Abends und des Dialogs.
00:24:11: Und wer könnte wirklich auch irgendwie spannenden, vielleicht in der Zukunft Projekte machen?
00:24:15: Also dass man wirklich im Sinne der Community in den Raum kommt, denkt
00:24:19: ja.
00:24:19: Ja!
00:24:20: Und da trägst vor allem du deine Lyrik vor oder ladet ihr auch andere Lyriker-Lyrikerinnen ein?
00:24:27: Also es kann auch gemischt sein.
00:24:30: Ich hab sowohl schon Abend gemacht, wo dann ich meine Lyrik vorgetragen habe und dann aber eben oft immer in Bezug auf oder im Dialog mit seines Kunstwerken, sei es Designstücken... also ich finde den Dialog immer sehr spannend zwischen sowohl anderen Medienformen als auch dann Mit verschiedenen Kulturkontexten.
00:24:54: Ich habe auch einige Gedichte haben, die da schon international organisiert und dann haben wir zum Beispiel in Mexiko lokale Poeten eingeladen und das ist ja auch internationale, sodass man verschiedene Sprachkontekste kulturelle Kontexte zusammen... bringt.
00:25:10: Ich habe auch schon politisch geprägte Literaturabende organisiert, wo dann auch eine gewisse Spannung existiert hat im Raum und wie man das dann wirklich medieren kann und dort ein diplomatischen Zugangsweg findet und wie oft eben aber auch genau in dem Kontext Lürchen Vermittler werden kann und wieder Empathie erzeugen und Zwischenmenschigkeit ist wahnsinnig inspirierend für mich immer selbst und überrascht zu sehen der motivierendste Faktor.
00:25:38: Dass man zeigen kann, weil es mir immer wichtig war ... dass Lyrik eben nicht weltabgewandt ist, sondern eine sehr präzise Form von Wirklichkeitskompetenz und wie wir auch unser Zusammenleben besser strukturieren können.
00:25:51: Also Lyrik trainiert uns wirklich in der Fähigkeit, mit Noirs besser umzugehen, Ambiguität auszuhalten.
00:25:58: Ich finde, ein gutes Gedicht löst Spannung nicht zu schnell, hält Widersprüche auch aus und erlaubt einem auf eine Art mehrere Wahrheiten nebeneinander existieren lassen zu können.
00:26:10: Und das finde ich immer enorm wichtig, auch das auch zu zeigen aber eben auch dass das Gedichte und Lyrik einen unglaublich stark in Vergangenheit auch und nach wie vor diplomatische und politische Kraft gehabt haben, auch einen unglaublichen Realeffekt haben können auf den Lebensweg von jemanden oder wie sich jemand gehört fühlt.
00:26:29: Das ist eigentlich das Kernmotivationsziel, ich hatte mal angefangen mit einem Code von Kurt Cholsky, Language is a weapon keep it honed.
00:26:39: und das war immer auch für mich seit Anker-Spruch für meine Projekte als ich damals gestartet bin.
00:26:44: Ist da dein Lieblingsdicht?
00:26:46: Einen einzigen zu wählen ist ganz schwierig.
00:26:49: oder
00:26:49: ein Lieblinsgedicht vielleicht?
00:26:51: Mitunter
00:26:51: sicherlich ja!
00:26:52: Da gibt es aber so viele auch Lürke die mich... seit Jahren nicht loslassen, sei es von Zillan.
00:26:59: Aber dann auch ganz viel brasilianische und lathanerikanische Lyrik mit der ich mir viel auseinandersetze... Also da gibt's einige!
00:27:06: Es ist sehr schwierig da nur einen einzigen Auswillen zu müssen.
00:27:10: Du hast auch selber schon einen geschrieben?
00:27:14: Wie heißt der?
00:27:14: Wo ist er veröffentlicht?
00:27:15: Ein
00:27:16: Gedichtband.
00:27:17: Ja, mein Gedichtwand kommt bald dann auch noch neue Projekte und das erste Gedichtbund war aber dann sozusagen die längere.
00:27:24: Der Gedichtsband war Desiderium, der in der UK publiziert wurde.
00:27:31: Und da war die Thematik ... Also desiderium ist ein tainisches Wort ursprünglich, dass es in Katholgedichten aufgekommen ist Und ist eigentlich eine Art der Sehnsucht und des Nostalgieausdrucks.
00:27:43: Das fand ich spannend, die Frage von ... Ich mein,
00:27:48: z.B.,
00:27:48: mit Silan sich den Meridian Speech anschaut?
00:27:50: Die Frage vom Adressat eines Gedichts.
00:27:53: Wie jemand zugänglich wird.
00:27:54: oder was passiert zum Beispiel wenn Exil oder Identitäts-Diskruption vorfällt und plötzlich vielleicht auch ein sozusagen das Lyrical ... du oder you nicht mehr direkt adressiert werden kann, was passiert dann?
00:28:09: Also wie kann Sprache und Lyrik erfolgreich sein und eigentlich sozusagen wieder eine Art von Zuhause werden wenn oftmals Disruptionen passiert sind.
00:28:19: Ja also ich fand immer auch dadurch sehr viel umgezogen bin selber und viel auch in verschiedenen Sprachen ausgewachsen bin, Sprachen aber wechseln musste um wieder Zugang zu finden zum neuen Sozialgruppen.
00:28:29: Fand ich diesen Gedanken von Identitätsdisruption immer waren sich bewegend.
00:28:34: Und ich glaube, das zieht sich durch das lyrische Schreiben vor allem für mich sehr stark durch und ist auch irgendwie spannend von der Evolution her.
00:28:41: Ich habe mal ganz früher angefangen mit Theaterstücken schreiben, dann viele Kurzgeschichten... Also eine Novelle?
00:28:48: Ja!
00:28:50: Und dann bin ich eigentlich bei den Gedichten angekommen, weil für mich die Gedichte wie Skulpturen... Also das ist vielleicht auch ganz spannend im Kontext von Kunst.
00:28:57: Wie Skulpturn funktionieren?
00:29:00: Es ist so eine Art des Bildhounds finde ich.
00:29:02: also wo du dann Stück für Stück konstruierst und jedes Wort ist sehr bedacht gewählt.
00:29:08: Du spielst zusätzlich noch mit Melodie und hast alle diese einzelnen Kompositionsbausteine, die sich dann richtig formen müssen und dieses Feilen so präzise feilen und diszipliniert feilen, das finde ich so spannend auch gerade an diesem Genre.
00:29:25: Und das eigentlich würde ich sagen ist immer der Kernbewegungspunkt für die Gedichte, die ich aktuell schreibe nach euphor und was halt sozusagen auch das Kernthema war von diese Idee.
00:29:39: Wenn
00:29:39: man dieses Wort einmal durch und durch positiv besetzt, was würdest du sagen in was du heute am ehrgeizigsten bist?
00:29:47: Ja, das ist auch eine sehr spannende Frage.
00:29:50: Ich glaub ich bin ehrgeizig mit ... tatsächlich meine Neugierde.
00:29:55: Und ich bin auch vielleicht mit dem Alter sozusagen glassner geworden im Ausprobieren, also ich denke mal dadurch, dass man auch so einen sehr strukturierten Plan immer ging und irgendwie erfolgreich akademisch
00:30:07: usw.,
00:30:07: immer so sehr gratil nicht da war und das ist ein High-Speed-Train auf der Art und Weise wo man dann irgendwann auch steigt und dann geht es immer weiter, und jetzt finde ich durch die Kreativität, die ich mir mehr und mehr wieder erlaubt habe.
00:30:21: Auf eine Art und Weise war's auch eine spannende Evolution, weil gerade in der Schulzeit war es immer mehr so, jetzt machst du Naturwissenschaftliche Sachen und da ist man gut drin.
00:30:29: Dann geht man darum diesen Zart- und Weg und dann vielleicht irgendwie Musik oder Wirtschaft.
00:30:33: Und dann ist man da schon so in einer Schiene drin, dass ich wirklich mal für eine Zeit lang komplett ... Ich hab sonst immer seitlich vielleicht neunzehn, bin immer geschrieben, und dann gab's während der Universitätszeit Jahre, wo ich komplett aufgehört habe.
00:30:48: Und das war eigentlich so unnatürlich und es war auch so schwierig, dann mit dem umzugehen für mich.
00:30:55: Jetzt finde ich ... hab ich ein Ehrgeiz entwickelt und eine Gelassenheit zu sagen, du kannst das!
00:31:00: Man kann auch irgendwie multiple Sachen machen und ausprobieren.
00:31:03: Und irgendwie muss man nicht nur eins wählen... Gradlich sein?
00:31:09: Genau, nicht nur gradlich sein.
00:31:10: Ich glaub, dass ist so ... der Ehrgeiz, die ich jetzt entwickelt habe im so neugierig wie möglich sein zu können und zu dürfen.
00:31:19: Und sich auch erlauben Sachen auszuprobieren?
00:31:22: Also ehrgeitzig im Nicht-Ehrgeidssichsein eigentlich.
00:31:26: Ja oder ehr geitzig eben so ausprobieren auf eine Art und Weise ist ja auch ein Ehrgains... Ergeht sich im Leben!
00:31:35: Das Leben erleben und spüren.
00:31:38: Du hast schon ein paar Mal, wir nehmen ja heute den Kunstbegriff oder erweitern ja heute einen Kunstbegriff.
00:31:45: In sehr vielen Fällen in diesem Podcast sprechen wir über die Bildene Kunst.
00:31:49: was bedeutet dir denn?
00:31:51: Ja also für mich ich finde der Bildene kunst wahnsinnig... Also für mich war es immer etwas sehr Natürliches.
00:31:58: erstmal also dadurch dass ich auch im Kreativität durch meinen Papa viel erfahren habe.
00:32:05: Freizeitaktivitäten, als ich klein war, reine ich mich.
00:32:07: Wir haben Papier selber gemacht und gemalt.
00:32:11: Es war immer ein Kunstausdruck mit dabei.
00:32:14: Für mich ist Kunst auch ein Training der Wahrnehmung.
00:32:17: Man muss sein Auge schulen, das Teil zu sehen, um seine eigene Realität zu schärfen.
00:32:24: Ich mag vor allem auch Kunst, die Erinnerungen, Körper, Architektur an Themen von Fragilität arbeitet, würde ich sagen ... Und so von der Ästhetik her, ich habe mich immer sehr viel mit zur realistischen Arbeit beschäftigt.
00:32:39: Abstrakt nach Expressionismus im so skulpturellen und Bildhauerei-Bereich, ihr modernistische Wildhauerrei... ...und finde eben dort dann thematisch extrem spannend wie eigentlich Identitätsausdruckerinnerung, Körper thematisiert wird.
00:33:02: Jetzt kommen wir nämlich Anna auch schon zu den letzten beiden Fragen in diesem Podcast, die wir jedem Gast stellen.
00:33:10: So auch dir und da lautet nämlich jetzt die erste Welches ist dein Lieblingsmuseum?
00:33:15: Als du eben von den Surrealisten gesprochen hast habe ich gleich gedacht an unserem letzten Gast hier in diesem podcast.
00:33:21: es war Julietta Scharf von der sammlung scharf Gerstenberg.
00:33:26: Wenn du es noch nicht kennst, ein super Tipp hier in Berlin.
00:33:29: Genau ja, kenn ich!
00:33:30: Kennst
00:33:30: du leider schon?
00:33:31: Dann sag doch mal welches ist dein Lieblingsmuseum?
00:33:35: und kann natürlich auch international sein.
00:33:37: Ja... Also auch mal schwierig weil für mich sind ... sehen dem finde ich immer so wie unterschiedlich innere Klimazonen.
00:33:45: also das konnte man auch sehr auf die Stimmung und Gedanken an wo ich gerade am liebsten bin wo da die Pürisierung liegt.
00:33:54: Aber ja, so overaltschänglich ... Die Liste ist lang!
00:33:58: Einfach wenn ich jetzt nur eins wählen dürfte, gehe vielleicht zurück sogar in dir Heimat.
00:34:04: was mir direkt im Sinn kommt, ist in München, wo ich sehr wahnsinnig gern bin es im Brandhausmuseum und könnte vor allem da wirklich ganz lange eine Rosenserie von Tom Lee sitzen.
00:34:16: Also die vier Quartette dann auch vom TS Eliot und Ingeborg Bachmann borrowed Time, die beiden vor allem Werke ... Die haben für mich viele Kindheitserinnerungen und viel, sag ich mal Gedanken evoziert.
00:34:33: schon.
00:34:33: Ich hab in dem Raum schon Gesessung geschrieben.
00:34:36: Das kommt mir so in den Sinn als vielleicht Heimat verbundenen Ort, den ich wählen würde.
00:34:42: Schön!
00:34:43: Und?
00:34:44: Lieber Anna, wenn ich dir jetzt ein Kunstwerk schenken würde und du könntest hier wirklich jedes aussuchen das auf dieser Welt existiert.
00:34:50: Welches hättest du dann gerne?
00:34:52: Ui!
00:34:54: Also auch eine große Frage oder eine schwierige dort nur eins zu wählen.
00:35:00: Ich denke vielleicht...ich finde auch mal schön junge Künstler vorzuheben und beschäftigt mich auch viel mit der ganzen jungen Kunst.
00:35:09: einer, der mir da direkt in den Sinn kommt ist aus New York.
00:35:13: David Smalling, der gerade auch eine Ausstellung hatte mit dem Templon Gallery und er hat dort ein Werk gehabt das heißt Folicular und das würde ich glaube ich wählen.
00:35:24: Schreibt mal wie das aussieht?
00:35:26: Also er ist auch sehr inspiriert von Hollinischen Dutch Periods und es ist sozusagen Ölgemälde Sehr abstrakt, das sind allegorische Referenzen und verschiedenen Ideen die er immer darstellt.
00:35:42: Und so ein bisschen mehr Mentumori eigentlich Themen auch auf eine Art und Weise kombiniert mit der Dutch Aesthetic.
00:35:49: Und dem spezifischen Bild hast du nur einen Ei und einer Nadel, die auf dem Ei sitzt also fast wie ein Stich da bin ich wirklich und eine rosa Schleife drum herum.
00:36:02: Und das ist das Werk und ich finde, dass man sich spannend auch wie viel Komplexität dort an verschiedenen Themen akkumulieren immer in seinen Werken.
00:36:10: Das würde mir konkret einfallen.
00:36:14: Wenn es nur mehr um atmosphärische Kunstwerke geht, waren sie gern.
00:36:18: Marc ist ein französischer Künstler, der heißt Shamsedin Arish Und er hat eine Memory Series gemacht, also sozusagen wo es um verschiedene Abstraktionen von auch seinen eigenen Kindheitsgedanken und Erinnerungen geht.
00:36:31: Da gibt's einen Werk das heißt Lüne Industriell.
00:36:35: Das würde mir auch noch in den Kommen.
00:36:37: Würde dir auch noch gefallen?
00:36:38: Ich würd immer auch noch fallen!
00:36:40: Liebe Anna dann... Kriegst du das?
00:36:44: Es ist super schön, da freu ich mich.
00:36:47: Nein aber danke dass du das mit uns geteilt hast und sowieso danken wir dir für das schöne Gespräch!
00:36:53: Und ganz vielen Dank
00:36:54: auch, es hat mich total gefreut.
00:36:58: Das war Folge hundred and thirty von dieser zu sehen.
00:37:01: Wir bedanken uns fürs Zuhören, freuen uns schon wieder auf unsere nächsten Gäste und auf sie in zwei Wochen neu auf grisebacht.com und überall wo es Podcasts gibt.