DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

DIE SUCHT ZU SEHEN. Der Grisebach Podcast

Der GRISEBACH-Podcast mit Rebecca Casati

Transkript

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00:00:04: Eigentlich macht mir am meisten Spaß, Privatleuten wirklich zu helfen.

00:00:09: Wie hängt man Sachen bei sich Zuhause?

00:00:12: Ein Schwerpunkt für eine Sammlung zu finden, die aber auch dann wieder zu den Privatpersonen der Umgebung passt und was zu machen, das ein bisschen ungewöhnlicher ist.

00:00:26: Herzlich willkommen in Folge hundredsechsunddreißig von Diesow zu sehen dem Gräsebach Podcast!

00:00:31: Wir sind aus der Sommerpause zurück und ab sofort sprechen wir hier wieder alle zwei Wochen mit Menschen etwas in der Kunst oder über sie zu sagen haben.

00:00:40: Heute zu Gast ist Katharina Herold, ihr Vater ist der Gründer der Hamburger Galerie Herold – ein Leben ohne Kunst kann Sie sich demzufolge gar nicht vorstellen!

00:00:49: Nach dem Studium in London und Stationen bei Christie's sowie einem Berliner Online-Auktionshaus ist Katharina ins Familienunternehmen eingestiegen.

00:00:58: Darüber hinaus betreibt sie eine Agentur für Kunstberatung.

00:01:01: Sprich Sie kombiniert die Häuser, Geschäftsräume oder Möbel ihrer Kunden mit der passenden

00:01:07: Kunst.

00:01:08: Und als wäre das alles nicht schon schön genug findet ihr Alltag auch

00:01:11: noch Abwechsel zwischen

00:01:12: Hamburg, Sylt und Mallorca statt.

00:01:14: Wir freuen uns sehr dass sie heute bei uns ist und uns davon erzählt.

00:01:18: Herzlich willkommen liebe Katharina Herold.

00:01:21: Danke schön.

00:01:23: Eine Sache würde ich gerne los werden und zwar finde ich den Titel von dem Podcast total toll Weil ich hab so häufig, wenn ich im Museum bin oder merke danach auch, mir tun ein bisschen die Augen weh.

00:01:36: Weil ich versuch nicht zu ... Also unbewusst blindselig manchmal nicht um so viel wie möglich aufzunehmen über die Augen.

00:01:45: Deswegen also, ich finde den Titel sehr schön gewählt.

00:01:49: Danke schön!

00:01:51: Liebe Katharina, jetzt stelle ich aber dich erst mal vor.

00:01:53: Deine Berufsbezeichnung, die habe ich bei Instagram gesehen lautet Kuratorin und Kunsthändlerin.

00:01:59: De facto!

00:02:00: Aber hat deine Arbeit wie ich gefunden hab noch etliche Dimensionen mehr?

00:02:05: Zunächst einmal rollen wir das Ganze mal von Anfang aus.

00:02:09: Kunst wurde dir sozusagen in die Wiege gelegt...

00:02:12: Inwiefern?!

00:02:14: Ja, also ich bin damit aufgewachsen.

00:02:17: Dadurch dass mein Vater eben in den Siebzigerjahren vor meiner Geburt eine Kalerie aufgemacht hat.

00:02:23: damals

00:02:23: ... ... war das gell?

00:02:24: Echtundsiebzig,

00:02:25: genau!

00:02:26: Damals aus seiner Wohnung heraus hatte er seinen ersten Kunsthandel betrieben und wir haben das natürlich zu Hause schon, weil es einfach ein Thema ist.

00:02:38: oder wenn er neue Arbeiten erworben hat dann wurden die häufig zu Hause als Erstes vorgeführt und gezeigt.

00:02:48: Und dann haben wir Werke besprochen

00:02:50: ... Deine Mama macht auch was mit Kunst?

00:02:53: Meine Mutter war früher Lehrerin für lernbehinderte Kinder, weil ich auch ... Wenn ich schulfrei hatte, war ich meistens bei ihr in der Klasse.

00:03:04: Weil sie eben nicht immer ... Ich bin in Schleswig-Holstein zur Schule gegangen Hatten wir dann nicht an den selben Tagen frei, aber ist seit einigen Jahren ... Wir sind wirklich eine richtige Familie im Betrieb.

00:03:20: Also, wir sind jetzt auch gerade alle aufs Ölt und dann hat jeder so seine Aufgaben und jeder hilft mit.

00:03:27: Ja,

00:03:28: da kommt ihr auch noch drauf.

00:03:30: Habt ihr eine weitere Dependance?

00:03:32: Deine Mama ist Schotten glaub ich, gell?

00:03:34: Und dein Vater aber Deutsche!

00:03:35: Meine Mutter ist halbe Schottin also die ist in Schottland geboren Und als Kind, sie war acht, ist sie nach Bayern, nach München gezogen mit ihrer Mutter und ihren zwei Brüdern.

00:03:48: Und meine Eltern haben sich in Italien gekriegt.

00:03:52: Okay!

00:03:54: Aber Schottland spielt nach wie vor eine große Rolle bei uns.

00:03:58: Wir haben unsere Sommerferien als Kinder immer dort verbracht ... Aber genau also wir sind ... Ich bin sehr mit Kunst aufgewachsen und ich glaube vor allem diese natürliche Herangehensweise, wie man mit Kunst umgeht.

00:04:16: Wie man es Hand habt ist so ... sehr verinnerlicht bei mir.

00:04:20: Und ich finde das immer, ich sehe das immer als ein großes Geschenk, was sich auch gerne ein bisschen weitergeben möchte.

00:04:27: Weil ich weiß, dass nicht jeder damit aufgewachsene und viele Berührungsangst betrifft.

00:04:35: Das liegt mir dann irgendwie am Herzen, das ein bisschen weiterzugeben.

00:04:39: Dass ich das Geschenk hatte, dass es in die Wiege gelegt kommt zu haben.

00:04:43: Ja

00:04:44: mittlerweile, wenn du sagst von mir im Betrieb arbeitet auch dein Bruder mit bei euch?

00:04:49: Also es sind wirklich alle eingespannt!

00:04:53: Wir versuchen da manche Projekte machen wir alle zusammen.

00:04:57: Unser Vater arbeitet auch nach wie vor.

00:04:59: Der ist dies Jahr achtzig geworden und wir versuchen ihn immer, sagen ihm bitte nicht mehr so viel auf die Leiter aber ... dann gehe ich ja mal um die Ecke und guck wieder in den Raum.

00:05:11: Dann balanciert er ganz oben auf der Leiter- und hängt ein großes Gemälde.

00:05:16: Das ist auch nicht aus dem rauszukriegen, das ist auch in Ordnung.

00:05:19: Und der hat nach wie vorher einfach einen super Gespür was Ramungen anbelangt oder tolle Ideen Kataluge angeht.

00:05:28: Und mein Bruder, wir versuchen das so ein bisschen aufzuteilen ab und zu, dass jeder sich so einem Projekt widmet.

00:05:35: dadurch, dass ich auch meine eigene Firma gegründet hab, im Jahr zwei Tausend Achtzehn kann nicht immer jeder überall gleich viel Input geben.

00:05:44: aber das ist auch okay.

00:05:45: Wir gucken alle einmal drauf.

00:05:47: Ich glaube, denkt man Das ist ja bei vielen Unternehmen dann so Wir gucken Alle einmal drüber und geben nochmal irgendwie unser Go oder ein letztes Veranmerkungen.

00:05:59: Aber jeder hat seine eigene Projekte und sagt, ich mache eine Ausstellung für Weihnachten auf Sylt.

00:06:07: oder jetzt zum dreißig Jahre hat mein Bruder einen tollen Katalog gemacht für den Künstler Heini Linkshänder und auch die Ausstellung zusammengestellt und kuratiert ...

00:06:18: Dass ihr zwei Stellen auf Syllt habt?

00:06:20: Das hast du vorhin schon gesagt.

00:06:23: Die feiert eben dieses Jahr, das ist das Besondere daran, dreißigjähriges Jubiläum schon.

00:06:28: Inwiefern würdest du sagen, unterscheiden sich eure beiden Standorte?

00:06:32: Also was die Kunden angeht und was die Interessen angeht?

00:06:35: Und demzufolge auch die Programme?

00:06:39: Wenn man sagt Hamburg-Söld würde ich sagen es ist irgendwo ähnlich.

00:06:45: Weil mein Vater hat damals, als er die Galerie gegründet hat ... hauptsächlich erst mal auf die norddeutschen Impressionisten und Expressionisten konzentriert.

00:06:55: Speziell auf zwei Gruppen, einmal den Hamburgischen Künstlerklub der sich im Jahr eighteen siebenneunzig zusammengefunden hat.

00:07:03: Und ... Die hamburgische Sitzessionen, das waren die Expressionistinnen, haben sich nineteen Hundert neunzehn, haben die die Sitzission gegründet.

00:07:14: Und dann war es in die Galerie hier auf Sylt eine zweite Stelle.

00:07:19: Und es sind auch viele Kunden, die wir aus Hamburg kennen.

00:07:23: Die hier auf Sylt im Sommer sind ... Aber dann doch eher für die Freizeit sind, mehr Zeit haben.

00:07:31: Mehr Musse sich darauf einzulassen.

00:07:33: und ja, aber mittlerweile lockt Sylt ein größeres, also auch ein internationaleres Publikum an.

00:07:42: Mein Vater ist zum Teil auch auf Sylte, der ist als ... Kind nach Sylt gekommen und ist hier zum Teil aufgewachsen.

00:07:49: Dadurch hatte er auch enge Verbindungen zu den Sültern, und hat sich als zweitstelle wirklich

00:07:55: bewährt.".

00:07:57: Du hast gerade schon gesagt du wirst in Schleswig-Holstein aufgewachsen?

00:08:00: Und hast

00:08:02: danach also das wird jetzt niemand wundern Kunstgeschichte studiert und zwar in London.

00:08:07: Und danach lass ich bist du direkt in die Londoner Kunstzene eingetaucht.

00:08:12: Also hast für Antiquitätenhändler gearbeitet, für Antikmärkte glaube ich auch und auch für das Auktionshaus Christie's.

00:08:20: Was genau hast du dort jeweils gemacht?

00:08:22: Und was waren dir wohl die entscheidenden Lektionen, die du dort mitgenommen oder gelernt

00:08:27: hast?

00:08:29: Also ich habe verschiedene Antikmerkte selber gearbeitet.

00:08:32: Habe ich nicht aber ich war fast jede Woche eigentlich auf dem Antikmarkt.

00:08:36: Hier gibt es in London auch je nachdem an welchem Tag in der Woche gibt es verschiedene tolle Antiquitätenmärkte.

00:08:44: Ich hab für Mallet antiques gearbeitet, das war ein sehr guter Antiquitenhändler und dann habe ich bei Christie's im Altmeister Gemälde-Departement eine Zeit lang eigentlich eher Praktika gemacht.

00:09:02: Und dann hab' ich für noch einen gemälden Restaurator gearbeitet der für Christie's die ganzen Sachen restauriert hat sehr besonders.

00:09:14: Ich hatte, wie gesagt schon dieses Handhaben und Hantieren von Kunst.

00:09:19: Das war bei mir sowieso gegeben.

00:09:21: aber dann doch noch mal diesen Blick wirklich auf ein Gemälde um was über die Jahre damit passiert ist ob das jetzt je nachdem in welchem Haushalt das hängt also gibt es ja verschiedene Raucherhaushalts zum Beispiel hat einen ganz starken Einfluss auf die Leinwand.

00:09:40: Ja und da habe ich dann gemäldegereinigt.

00:09:42: Da hab ich sehr viel noch dazugelernt.

00:09:45: Und ich weiß, eines der ersten Gemälde, die mir hingelegt wurden ... war eine typische Winter-Szene mit ganz vielen Menschen drauf.

00:09:56: Ich hab gesagt so auch im Präuge.

00:09:59: Dann haben sie gesagt nee, das wurde gerade versteigert als Follower of.

00:10:04: und dann habe ich angefangen, das Ganze in Ruhe zu reinigen und hab ganz präzise muss man natürlich arbeiten.

00:10:10: Da war ein Baumstamm, dann hab ich mit meinem Wattestäbchen gereinigt und war da so einen halben Tag dran zu gangen.

00:10:18: Ich hab gemerkt, da kommt was Rotes darunter hervor ... Und hab die Signatur vom Bräugel entdeckt.

00:10:25: Okay, das war gleich mal das Erste?

00:10:27: Die hat man gar nicht gesehen!

00:10:29: Das war wirklich so verschmutzt, dieses Gemüse wurde aber ... Dann habe ich es weitergereicht wieder an dem, den der Betrieb gehörte.

00:10:38: Hab gesagt, ich hab einfach gemeldet.

00:10:41: Ich habe hier was entdeckt und dann wurde mir das Bild auch relativ schnell ...

00:10:45: endrissen?

00:10:47: Endrissen genau!

00:10:49: Dann wurde mir irgendwas anderes gegeben und so setzte ich mal hier ran.

00:10:53: Und das war eigentlich ein Praktikum, wo sie mir schon gesagt hatten, es sollte irgendwie zwei Wochen gehen oder so.

00:11:01: Es kann auch sein, dass das noch während meines Studiums war gesagt, nee, bleibt doch noch ein bisschen.

00:11:07: Und so machst dich gut.

00:11:08: und die haben auch gesagt ... Dann hab ich einen großen Umschlag am Ende bekommen und hab relativ viel Geld da verdient.

00:11:14: Es war schon vorher gesagt, wir müssen erst mal gucken, ob du dafür überhaupt nen Händchen hast.

00:11:22: Das Gemälde habe ich aber allerdings nie wieder, also wie gesagt, ich erinnere sowas ja ganz gut, das hab ich nie wieder gesehen.

00:11:28: Also ist mir jetzt nicht nochmal über den Weg gelaufen.

00:11:31: Kann ja noch kommen!

00:11:35: Und wie ging es dann weiter?

00:11:36: Wo bist du anschließend hingegangen?

00:11:39: Ja, dann habe ich relativ viele.

00:11:41: Also in London ist es natürlich schon als Kunsthistorikerin nicht einfach.

00:11:47: Ich hoffe das hat sich so ein bisschen geändert im Sinne von was jetzt so Praktikas angeht.

00:11:53: Meine Mutter da immer so ein bissel hatte ich das Gefühl von einem zum nächsten gereicht und hatte ich eine Freundin, mit der hab ich zusammen studiert.

00:12:01: Und die hat damals ... eine Stelle in Berlin angenommen?

00:12:05: Ja!

00:12:06: Dann hat sie zu mir gesagt, du die suchen hier noch nach Leuten und wie wär's?

00:12:11: Okay.

00:12:12: Das war bei einer Galerie dann auch?

00:12:14: Nee, das war das Online-Oktionshaus-Auktionata.

00:12:17: Ah, okay.

00:12:19: Ich fand damals ehrlich gesagt ziemlich spannend, dass ich gedacht habe, mich interessiert, ob sich der Markt wirklich dahin entwickelt.

00:12:26: Weil es war ... Damals noch nicht, noch gar nicht so, dass jetzt viele Auktionen online waren.

00:12:33: Und dann hab ich gesagt auch du da ... why not?

00:12:35: Ich guck mir das mal an und das habe ich dann gemacht.

00:12:39: Und wurde trainiert als Auktionatoren.

00:12:42: Also hab mich einmal die Woche mit einem Speechcoach getroffen, der mit Schauspielern arbeitet sonst.

00:12:51: Jetzt zum Lernen war das sehr interessant, muss ich sagen.

00:12:55: Glaube ich!

00:12:57: Während ich noch da war und so ein bisschen unzufrieden mit meiner Position, hat mein Vater dann irgendwann zu mir gesagt.

00:13:05: Du sagst mal kannst du dir nicht vorstellen, eventuell auf Sölde noch eine Galerie aufzumachen?

00:13:13: Dann habe ich das erst einmal abgelehnt und hab gesagt oh nee also ich werde hier gerade ausgebildet als Auktionatoren.

00:13:21: Aber er hatte das erwähnt.

00:13:23: und dann bin ich nach Sylt gekommen.

00:13:26: Dann hat der gesagt, ich hab da in Keitum eine Immobilie gesehen ... Das könnte ich mir irgendwie vorstellen.

00:13:35: Willst du dir die nicht mal angucken?

00:13:36: Ich hab gesagt ja, wir können angucken!

00:13:39: Können wir uns die gerne.

00:13:41: So, dann habe ich mir diese Immobilier angeschaut als eventuelle Fläche für ne Galerie.

00:13:47: Und dann hab ich das aber wieder gesagt, nee jetzt zurück nach Berlin und ich mach da erst mal weiter.

00:13:54: Und dann, während ich in Berlin war, saß in meiner Wohnung und hab irgendwie so häufig darüber nachgedacht was könnte ich für Ausstellung machen?

00:14:03: Wie würde ich die Haupttitel aufgeschrieben?

00:14:06: Ich hab angefangen wirklich den Grundriss von dieser Immobilie, dann habe ich ... Was würd ich wo hinhängen und wo würd' ich mein Schreibtisch hinstellen?

00:14:15: Und ich war im Kopf dann irgendwie total damit beschäftigt.

00:14:20: Dann hab ich aber nicht nach außen getragen.

00:14:24: Als ich das nächste Mal auf Sylt war, hat er zu mir gesagt ... Da war es dann, dass ich relativ unglücklich war mit meinem Job.

00:14:32: und dann hatte er gesagt, du übrigens die Immobilie, die ist noch zu haben!

00:14:38: Und irgendwie haben wir dann gesagt, komm, das machen wir jetzt.

00:14:41: Okay... Da bin ich damals hier nach Sylt gezogen und habe die Galerie dort geleitet.

00:14:48: Das war dann quasi ein Ableger des Ablegers, oder wie?

00:14:51: Ja.

00:14:51: Und das war schon besonders da ... hatte so seinen eigenen Flair.

00:14:57: Gibt es jetzt diese Galerie auf Sylt noch?

00:14:59: Habt ihr den nach

00:15:00: zwei?

00:15:01: Nee!

00:15:02: Also ich hab dann ab im Jahr two-tausendsechzehn mehrere Runden für Christie's in London.

00:15:09: Die hatten damals noch einen Ablegar in South Kensington.

00:15:14: Da haben die alles, was so zweitmarkt war, also auch richtig gute Ware.

00:15:20: Aber was sie jetzt nicht bei King Street verkauft haben in dem Haupthaus ist zu dem Ableger ins House Kensington gegangen und das waren hauptsächlich auch so Estate Sales von Stadley Homes dann die ganzen Interieurer von Schlössern Und ich hab mit einer Freundin, die Spezialistin ist für Altmeister-Gemälde.

00:15:45: Haben wir überlegt wie kriegt man junge Kunden dazu, Altmeisterschritte zu kaufen?

00:15:51: Wie gesagt, jetzt zehn Jahre her.

00:15:54: Dann haben wir ... Hab ich gesagt ja eigentlich es schade, dass ihr hier mit euren Fenstern nichts macht weil die Kunden laufen ja eigentlich vorbei und die wohnen hier zum Teil um die Ecke und ihr habt nur ein Poster mit einem Gemälde drauf im Fenster.

00:16:10: Und ihr habt vier große Fenster?

00:16:12: Ja.

00:16:13: Dann hat sie gesagt, kannst du dir vorstellen da was zu machen?

00:16:16: Ich sagte ja klar.

00:16:17: und dann ... War das damals so?

00:16:20: Dann hat die mich vorgeschlagen als Designerin um diese Fenster zu kuratieren mit Sachen in die bevorstehende Auktionen gegangen sind.

00:16:28: Dann haben die von Christie's gesagt, können wir gerne, wir würden dafür einen Fenster bereitstellen.

00:16:34: Okay!

00:16:34: Ich gesagt ja... Kann ich machen.

00:16:37: Und dann war das kurz nach der Venisage, die ich hier auf Sylt hatte ... Dann haben sie mir einen Katalog geschickt und gesagt, ja, hier raus aussuchen.

00:16:44: Also einmal aus Altmeister-Gemälde-Auktion und einmal aus einer Interiors-Action.

00:16:49: Und da hab ich mir Sachen zusammengesucht.

00:16:53: Und mich kurz vorher angerufen haben gesagt, wir hätten sich das noch mal überlegt.

00:16:58: Wie ich das finden würde, wenn ich doch alle vier Fenster gestalten würde?

00:17:04: Für das eine Fenster hatte ich einen Tag Zeit und hab gesagt, wie lange habe ich für die vier Fensterzeit?

00:17:09: Ja auch der eine Tag.

00:17:10: Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich einlässt.

00:17:13: Dann hab ich gesagt ja, wär ja blöd, nein zu sagen, mach' ich!

00:17:18: Und dann hab ich weitere Sachen aus den Katalogen ausgesucht und bin nach Lonnon gereist ... Und hab in einem Tag und ich hab noch in die Nacht reingearbeitet.

00:17:29: Also ich glaub bis vier oder fünf Uhr morgens.

00:17:33: mich da in den Fenstern aufgehalten, diese Fenster gestaltet und die kamen dann eben so gut an.

00:17:39: Dann hab ich glaube ich fünf oder sechs Runden gemacht.

00:17:42: Ach ja?

00:17:43: Woher konntest du das wohl?

00:17:46: Das ist ja ein eigener Beruf eigentlich!

00:17:49: Ja... Und also dieser Serie hieß At Home with Art, das war dann.

00:17:53: die Fenster waren so gestaltet wie bei einem Sammler zu Hause.

00:17:57: Es war auch zum Teil ein bisschen chaotisch.

00:17:59: Ich hab auch gerne so persönliche Sachen da einfach mit reingenommen und hab zum Beispiel ein schönes schwarz-weiß Foto von meinem Großvater.

00:18:09: Ich weiß gar nicht, ob denen das überhaupt aufgefallen ist hier.

00:18:12: So ein bisschen ... ich hatte einen Fenster, das war so ein kleineres Fenster.

00:18:16: Die wurden dann hinten mit Wänden abgestellt, sodass du einen richtigen Raum hattest?

00:18:21: Okay.

00:18:22: Dann hat dich mir da überlegt es gab aus dem achtzenden Jahrhundert so'n schönen Sekretär Und der kam, glaub ich aus der Sammlung von Coco Chanel.

00:18:33: Dann dachte ich auf den wollte ich so wie ein Ankleidezimmer, wo man sich vielleicht fertig macht und dann hatte ich einen Vogelkäfig in dem Katalog angekreuzt.

00:18:43: Dachte er kann von der Decke hängen und dann hänge ich da irgendwie was drüber.

00:18:48: Am Ende stand ich dann da und wartete auf die Sachen und dann haben vier Personen diesen Vogel Käfig reingetragen, der irgendwie

00:18:56: riesig war!

00:18:58: Riesig-Wade kam aus einem riesigen Schloss.

00:19:01: Dann hatte ich aber auch nicht lange Zeit, da habe ich gesagt gut dann hängt den da jetzt einfach in den Raum und dann ist der Vogelkäfig.

00:19:08: es war dann am Ende fast von jedem das Lieblings gestaltete Zimmer.

00:19:12: Den hab' ich dann von innen dekoriert mit Büchern und mit Skulpturen.

00:19:16: woher ich das kann weiß ich auch nicht.

00:19:19: Aber daraufhin hab ich ja auch so ein bisschen meine Firma dann gegründet, also Heraldian Art.

00:19:24: Deshalb

00:19:24: ist das ganz wichtig diese Genese?

00:19:28: Genau, eigentlich der Vorreiter.

00:19:31: Ja!

00:19:31: Das habt ihr jetzt gerade schon gesagt dazu geführt dass du eine Konzeptagentur kann man es nennen oder wie würdest du das nennen was wir da gegründen?

00:19:40: Also Heraldion Art heißt die Firma und ich habe mich schon darauf spezialisiert bei Kunden, also ob es jetzt privat oder ... hab auch schon für Hotelsachen gemacht.

00:19:52: Ja.

00:19:53: Und für eine Anwaltskanzlei gerade.

00:19:55: Aber eigentlich macht mir am meisten Spaß, Privatleuten wirklich zu helfen.

00:20:01: wie hängt man Sachen bei sich Zuhause?

00:20:04: Vielleicht ein Sammlungsschwerb, also einen Schwerpunkt für ne Sammlungen zu finden die aber dann wieder zu den Privatpersonen der in Umgebung hast.

00:20:13: Also ich glaub da habe ich auch ein ganz gutes Gespür Ja, die Leute so ein bisschen an die Hand zu nehmen und was zu machen, was ein bisschen ungewöhnlicher ist.

00:20:24: Also es ist schon eine Beratung

00:20:25: in ... Eine Berate?

00:20:26: Die kommen zu dir Privatleute oder Firmen, die dann mehr Kunst oder andere Kunst oder überhaupt Kunst in ihre Umgebung integrieren wollen.

00:20:36: Oder ich hab zum Beispiel auch in Süddeutschland mal im Schloss einfach die bestehende Sammlungen umkurratiert und neu gehängt, die hatten eine Sammlung geerbt.

00:20:49: Und die wollten nicht, dass es genauso aussieht wie schon seit den letzten zwei Generationen.

00:20:56: Da hab ich ne Woche lang von der Gemälde gesichtet.

00:21:01: Mehr oder weniger?

00:21:02: Dann haben wir ein bisschen aussortiert und viele Werke auch einfach mehr in den Raum gehängen, die hängen oben fast an der Decke ... Aber normalerweise ist es eher so, dass ich helfe die ersten Kunstwerke zu kaufen.

00:21:19: Das sind jetzt auch nicht Projekte wo ich sage okay das dauert einen Monat sondern das sind dann eher so.

00:21:24: man begleitet wirklich Person über den längeren Zeitraum und ich sehe häufig Sachen wo ich dann an jemanden speziellen denk.

00:21:32: also ich seh ein Kunstwerk und denke ach das ist das perfekte Werk für XYZ.

00:21:38: Und dann schlage ich das vor.

00:21:40: Ich arbeite auch viel mit anderen, dadurch dass ich Kunstgeschichte studiert hab, arbeite ich eben auch mit Auktionsfalsern zusammen oder auch mit anderen Händlern, die mit denen ich zusammenstudiert habe.

00:21:52: Ich hab natürlich viele Freunde in der Kunstwelt sind und ja also ist es ganz individuell.

00:21:59: Ich habe ein Projekt ... In Hamburg, wo wir viel Altmeister-Gemälde eingekauft haben aber auch zeitgenössische Skulpturen.

00:22:09: Da habe ich auch eine Installation mit einem Keramikkünstler in einem Atrium gemacht, der hat ungefähr sechshundert Handgemachte Fliesen für diesen Atrium wie so ein portugiesischer Innenhof aber eben zeitgenösisch und mit einem bestimmten Thema.

00:22:27: was zu diesem Kundenpaste und einer Figurengruppe was über zwei Stockwerke geht Und das sind dann ja ortspezifische Geschichten.

00:22:37: Dann habe ich aufgrund dessen angefangen Sachen zu designen für den Kunstmarkt, also ich hab meine eigenen Sockel-Design.

00:22:46: die wurden dann jetzt zwanzig dreiundzwanzig und letztes Jahr habe ich wieder für Chrissies gearbeitet aber diesmal eben in dem Haupthaus im King Street was South Kensington seit einigen Jahren nicht mehr gibt weil eben diese Sachen die dort damals versteigert wurden werden jetzt hauptsächlich online versteigert.

00:23:05: Aber das Haupthaus auf Kink Street gibt's natürlich noch, und da hab ich ... ... mit dem Department für Antike, also Antiquities zusammengearbeitet.

00:23:19: Da haben wir meine Sockel benutzt, dann hab ich auch einen Raum kuratiert, um die Sachen zu präsentieren.

00:23:25: Und das sind so Sachen?

00:23:26: Da merke ich irgendwas fehlt mir!

00:23:29: Wie diese Socke, da hab ich gesagt ... Mache

00:23:31: ich selber.

00:23:33: Ja, aber irgendwie hab ich nix gefunden, wo ich jetzt sag, das find ich spannend und dann mach' ich das so auf eigene Verantwortung ungefähr selber.

00:23:42: Gibt es denn eigentlich auch oder gab es Anliegen die du nicht erfüllen kannst?

00:23:48: Oder willst?

00:23:50: Ja gerade am Anfang hatte ich einen Kunden der jetzt so ... hauptsächlich auf Art for Invest.

00:23:59: Und ich verstehe das schon und sehe, woher ... Ja, es ist einfach nicht meins.

00:24:05: Ich möchte mich da auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen was so etwas angeht.

00:24:11: Ich würde nie irgendwas verkaufen, wo ich nicht selber dran glaube.

00:24:16: Also, ich verkaufe nichts, was mir nicht gefällt.

00:24:19: Das finde ich total schwierig.

00:24:20: Ich muss wirklich dahinter stehen.

00:24:23: Und das ist auch immer so.

00:24:25: Und ich glaub, da gibt es andere, die machen hauptsächlich dieses Artful Invest.

00:24:30: Aber für mich ist das mir zu traurig, wenn ich denke ... Jetzt hab' ich das verkaufen und jetzt geht's in so ein Storage-Room.

00:24:38: Und keiner guckt sich das an!

00:24:41: Ich bin halt so glücklich über das Feedback von meinen Kunden, wenn sie sagen, ich habe heute wieder aufgewacht, hab das Gemälde angeguckt und hat mich daran erfreut.

00:24:49: Das gibt mir total viel.

00:24:52: Ja, Deins ist eigentlich sogar der gegenteilige Entwurf nämlich Leben mit der Kunst.

00:24:57: Genau!

00:24:59: Das klingt wunderschön nach einem wundeschönen Beruf den du dir selber geschaffen hast oder immer noch schaffst.

00:25:06: aber auch du wirst zum Beispiel Pflichttermine haben so über das Jahr verteilt.

00:25:10: welche sind das?

00:25:12: Wo musst Du sein?

00:25:13: oder ja Flacke zeigen vielleicht oder Kontakte knüpfen?

00:25:18: wie ist

00:25:19: es Also, ich geh schon gerne auf Messen.

00:25:23: Ich bin jetzt nicht jemand, die zu jeder Messe rennt.

00:25:27: Ähm ... Ich muss ja auch zwischendurch Sachen umsetzen.

00:25:30: Aber ich geh sehr gerne zum Freeze- und Freezemasters in London.

00:25:36: Und tefhaft bin ich immer sehr begeistert, was man da sieht.

00:25:40: Da lass' ich mich auch mal inspirieren, was jetzt so Präsentation angeht.

00:25:46: Die geben sich da ja schon sehr Mühe mit den Ständen.

00:25:50: Wie teilst du dir jetzt zwischen ... Hast du denn eigentlich noch verschiedene Standorte?

00:25:56: Ich hab ja mittlerweile auch auf Mallorca was aufgemacht.

00:25:58: Genau,

00:25:59: erzähl doch davon

00:26:00: noch!

00:26:01: Ja.

00:26:02: Nach Sylt bin ich nach Hamburg gezogen.

00:26:04: also ich habe dann mehr eben in diesem Bereich gemacht die Firma gegründet und dann habe ich gesagt so dann haben wir Kite um diesen Standort zugemacht.

00:26:13: Ich bin nach Hamburg gezogen, weil ich dachte, wenn ich von Hamburg einfacher in London und wo auch immer es mich hinverschläge.

00:26:20: Ja!

00:26:21: Und dann bin ich ... über ein Job, na ja, über eine ... Ich hab nach Freundin geholfen, die Magazine hat und über Kreative berichtet.

00:26:34: Hat mich gebeten, ob ich mitkommen würde nach Mallorca um eigentlich ihre Fotoschutz ein bisschen zu stylen.

00:26:42: Dann haben wir uns aus Mallorca getroffen und ich hab in der Zeit einen Buch korrigiert, was ich geschrieben habe über Heine Linkshänder oder den Künstler, den wir jetzt auch gerade wieder ausstellen.

00:26:54: Und dann hab' ich gesagt du wenn ich zwei Stunden am Tag von meinem ... Das Buch ist eigentlich fertig aber ich muss noch mal drüber lesen, dann komm' ich gerne mit und helf dir aus!

00:27:05: Okay...

00:27:06: Da bin ich nach Mallorca gekommen, hab ihr geholfen.

00:27:10: Hab sehr nette, sehr interessante kreative Menschen kennengelernt, die alle offen waren und mich auch so herzlich aufgenommen haben.

00:27:19: Ich wurde eingeladen abendsessen.

00:27:23: Dann habe ich bei Freunden meiner Eltern gewohnt und bin immer länger dortgeblieben.

00:27:29: Irgendwann hab ich meinen Vater angerufen und gesagt, ich kann mir das irgendwie hier vorstellen ... Und ich hatte immer den Traum unter einem Dach, eine Artist-Residency bei Appointment Gallery.

00:27:43: Mir war am Anfang von dem Jahr klar, dass ich umziehen möchte.

00:27:47: Ich wollte aus Hamburg wegziehen und hatte überlegt vielleicht wieder nach London zu ziehen.

00:27:53: Dann hab ich zu meinem Vater gesagt, du könnt mir das hier irgendwie vorstellen?

00:27:58: Und dann hat er mich darauf ganz relaxed gesagt so ja ... ich habe auf deinen Anruf schon gewartet.

00:28:05: Ich wollte in den Neunzigerjahren auf Mallorca schon was aufmachen, aber deine Mutter hat mir das damals nicht erlaubt.

00:28:12: Und irgendwie hatte ich dann so das Gefühl jetzt ...

00:28:15: Das ist Schicksal?

00:28:16: Genau!

00:28:18: Dann hab' ich mich dort umgeschaut und irgendwann die richtige Immobilie gefunden.

00:28:23: Dann haben wir umgebaut, da hatt' ich ein Artist der Erste Artist im Resident Vicente Hirmas, der hat an der HFBK in Hamburg studiert, da habe ich den auch kennengelernt Und das war dann gleich irgendwie ein Glücksgriff, weil der hat mir wirklich extrem viel geholfen.

00:28:39: Wir haben dann unter einem Dach gewohnt und dieses Haus eigentlich zusammengestaltet.

00:28:44: Komplett!

00:28:45: Ja...

00:28:46: Wir haben Möbel aus dem Erdgeschoss ins zweite Stockwerk getragen.

00:28:51: Hier waren einige Monate am Rommräumen.

00:28:54: Okay.

00:28:55: Artist in Residence?

00:28:57: Genau.

00:28:59: Der ist dann auch ... Also es war dann auch wirklich Der ist am Ende über ein Jahr geblieben.

00:29:05: Okay.

00:29:06: Der hatte schon eine Einzelausstellung in Chile im Kalender stehen, und dann wurde das Datum geändert.

00:29:13: Dann hat er damals zu mir gesagt ja jetzt ist die Ausstellung erst ... Ich sag mal einen halben Jahr später wie siehst du das?

00:29:22: Und ich hab gesagt für mich ist es eindeutig!

00:29:24: Bin glücklich wenn du da bleibst.

00:29:26: Ja.

00:29:26: Und dann war das auch ne tolle Fügung weil die Galeristin aus Santiago, die hat mich dann eingeladen als Gaskuratorin.

00:29:36: Dann bin ich nach Santiago gereist und habe seine Ausstellung dort

00:29:40: kuratiert.".

00:29:42: Ja also ich glaube es war nicht so hochgegriffen zu sagen das ist nicht leicht wenn man über dich sagt Du bist Kuratorin und Galeristin, ja?

00:29:54: Also das ist schon sehr viel breineres größeres

00:29:58: Spektrum.

00:29:59: Wenn man dich googelt zum Beispiel, dann findet man sehr schnell sehr viele wunderschöne Porträtsinterviews und Fotostrecken über dich also in deiner wirklich sehr wunderbar aussehenden Umgebung auf Mallorca.

00:30:13: Es ist so ein altes Townhouse angefüllt mit Antiquitäten und natürlich zeitgenössischer Kunst.

00:30:19: Wie wichtig ist heutzutage, also gerade speziell für euer oder in diesem Fall deinem Geschäft dieser mediale Aufschlag?

00:30:28: Also diese Präsenz auch in den sozialen Medien.

00:30:32: Und achtest du da auf irgendetwas speziell bei der Gestaltung deines Instagram-Accounts?

00:30:39: Ich komme schon relativ viel jetzt als ich hatte dann für das Heraldian Townhouse heißt es auf Mallorca hatte ich einen großen Artikel in How to Spend It von Financial Times.

00:30:52: Und darüber habe ich schon viel Aufmerksamkeit bekommen.

00:30:55: und speziell auch wie gesagt, dieses Heraldian Townhouse auf Mallorca ist bei Appointment.

00:31:02: Alleine als es ein sehr großes Haus sind sixhundertfünfzig Quadratmeter.

00:31:07: Und ich mach das dann auch ziemlich individuell gestaltet.

00:31:10: Ich freu mich manchmal melden sich Gruppen an, das ist schon eine intime private Atmosphäre wenn ich Besucher bekomme und ich glaube eben über diesen Artikel in der Financial Times habe ich international viel Aufmerksamkeit bekommen worüber die Leute wieder bescheid wissen.

00:31:28: Die E-Mails mehr machen Termin aus, ich hab mehrere Hotels auf Mallorca sind eben auch diesen Artikel gesehen haben.

00:31:38: Wenn die Kunden aus Amerika haben, die an Kunstinteresse haben, dann schicken die zu mir ... Da muss ich schon sagen, dass das

00:31:48: wichtig

00:31:49: in dem Sinne war oder ist.

00:31:52: Mein Instagram kriege ich auch viel positives Feedback.

00:31:56: also Ich habe im Jahr zwei Tausend Achtzehn, als ich damals die Galerie auf Sylt zugemacht hab, hab ich irgendwie gedacht so jetzt möchte ich irgendwas für mich machen.

00:32:04: Und dann hab ich damals mir so ein Fotokurs rausgesucht, der in Provence, das war ein Photography Retreat hieß es.

00:32:13: Okay.

00:32:14: Das waren fünf Tage ... hat man von Fotografen gelernt und ich hatte immer eine gute Kamera, aber ich hab eigentlich immer auf Automatik fotografiert.

00:32:24: Ich hab immer gerne fotografiert und dann habe ich dann eben gelernt wie ich mit der Kamera manuell alles einstelle um schönes Foto zu machen.

00:32:33: Mir ist das schon wichtig, weil gerade dieses, worauf ich mich spezialisiert hab.

00:32:38: Wir Sachen zusammengefügt werden wie die präsentiert werden gehört das irgendwie so ein bisschen dazu.

00:32:45: aber ich glaube dass muss jeder irgendwie so n bisschen für sich.

00:32:48: wir haben hier bei unserer galerie in galerie heroldchen auf sylt und in hamburg liegen mir noch sehr viel wert auf gedruckte katalobe und bücher und postalisch zugesendete Einladung?

00:33:02: Ja.

00:33:03: Und da haben wir zum Beispiel, also das wovon ich gesprochen habe, diese At Home with Art Schaufenster-Serie ... Die haben wir dann während der Pandemie übertragen als Katalog.

00:33:15: Und zwar haben wir, weil wir unsere Galerien geschlossen waren, gesagt haben wir so was machen wir jetzt normal in einer Galerie wartet man sozusagen auf den Besucher.

00:33:26: Das ging ja zu der Zeit nicht.

00:33:28: und dann haben wir Kataloge produziert bei uns Zuhause.

00:33:30: Also, die Werke, die wir normalerweise in der Galerie ausstellen würden, haben wir bei uns zu Hause gehängt und fotografiert Zwei Kataloge als Home with Art gemacht.

00:33:44: Und dann bei mir zu Hause, beim Bruder zuhause und bei meinen Eltern zu Hause oder bei meinem Bruder und seiner Frau.

00:33:50: Ein Familienunternehmen

00:33:51: halt?

00:33:52: Jede wird eingeschaut!

00:33:52: Genau

00:33:53: so... Das ist auch wirklich schön wenn man eben sagen kann Leute was machen wir?

00:34:00: Wir müssen irgendwie kurz mal umdenken.

00:34:04: Ich glaube, unsere Kunden sind wirklich ... die sammeln auch unser Kataloge.

00:34:09: Helmut Schmidt war ein guter Kunde meines Vaters.

00:34:12: Was?

00:34:13: Der hat das alles aufbewahrt und ... Und auch die Einladung stellen sich viele Leute hin.

00:34:20: Das wird wertgeschätzt!

00:34:22: Ja, ja.

00:34:23: Also ich glaube da mit sozialen Medien muss jeder schauen, ob er es mag.

00:34:29: Wie man das einsetzt aber genau und ob's zu einem passt.

00:34:33: Und ich hab bei meinem, also ich glaube ... Ich benutze auch keine Fotos.

00:34:36: Z.B.,

00:34:37: die ich nicht gemacht habe es sei denn dann würde ich das speziell sagen.

00:34:41: Aber meistens sind's wirklich zu neunzig Prozent.

00:34:44: Sind auch meine eigenen Fotos mittlerweile natürlich dadurch, dass viel bei mir fotografiert wurde kommt dann ab und zu Fotos von Fotografen dazu aber... Ja!

00:34:57: Es fließt alles geht alles in der Übersicht Dein Leben, dein Beruf, deren Beruf.

00:35:02: Ja schon so ein bisschen.

00:35:07: Liebe Katharina jetzt, könnte ich noch sehr lange mit dir plaudern?

00:35:11: Aber wie kommen wir jetzt schon zum Schluss und damit zu den beiden letzten Fragen in diesem Podcast die wir jedem Gast stellen.

00:35:18: So auch dir jetzt!

00:35:20: Die erste Katharina, die lautet... Welches ist dein Lieblingsmuseum?

00:35:25: Und natürlich auch warum?

00:35:26: Also, ich hab mir natürlich schon den einen oder anderen Podcast von euch angehört und war darauf vorbereitet.

00:35:33: Und ich muss dazu sagen ... Man kann mich gerne kontaktieren, weil ich bin so jemand, ich kenne viele so ungewöhnliche Museen.

00:35:41: Ich mag so ganze kleine Museen- und Hausmuseen.

00:35:44: Oder wenn zu Künstlerhäuser oder sowas.

00:35:47: Aber wenn ich jetzt wirklich sagen müsste, mein Lieblingsmuseum, wo ich mich ... Sehr wohl fühle ich es im Victoria und Albuke Museum in London.

00:35:57: Einfach, weil ich zu diesem Museum habe, so eine spezielle Verbindung.

00:36:01: Und zwar habe ich sowohl meine Bachelorarbeit als auch mal der Masterarbeit in der Bibliothek dort geschrieben.

00:36:08: Wenn ich in London bin, gehe ich immer ins Victorian-Albuke-Museum.

00:36:12: Verstehe!

00:36:13: Und jetzt, Katharina kommt die letzte Frage... Wenn ich dir jetzt einen Kunstwerk schenken würde, dann kannst du jetzt jedes Kunstwerk auf der ganzen Welt ausseuchen.

00:36:23: Und egal wo es hängt wie es jetzt gehört, welches hättest du dann

00:36:27: gerne?

00:36:29: Dann würde ich aus dem Vollgewangenmuseum was sich auch jedem empfehlen kann, würde ich von Paul Gauguin die Kelp Gatherers.

00:36:41: Kelb ist Seetang.

00:36:43: Das ist, glaub ich aus dem späten neunzehnten Jahrhundert irgendwie, achtzehn-neunzig.

00:36:48: Und das hat mich irgendwie berührt.

00:36:50: Es ist gar nicht mal so eine aufregende Szene, sondern eigentlich tragen die Menschen da den Seetang ... Ich glaube, in der Britanie haben diese britonischen Hüte auf.

00:37:05: Ich weiß gar nicht, wieso mich das so berührt hat.

00:37:07: Vielleicht hat es mich irgendwie an meine Vorfahren auf den Orkneyinseln Das Gleiche gemacht.

00:37:15: Aber ich wollte eigentlich am liebsten, ich bin auch wirklich vor diesem Bild stehen geblieben und ... Ja es hat mich einfach berührt dieses Bild.

00:37:24: also das ist so richtig hängen gebliebt.

00:37:26: Sehr schön.

00:37:27: Liebe Katarina!

00:37:28: Ich danke dir sehr für die schöne

00:37:30: spannende Gespräche.

00:37:31: Ich hab zu danken.

00:37:39: Und überall wo es Podcasts

00:37:46: gibt.

Über diesen Podcast

Grisebach fühlt sich neben dem klassischen Kunsthandel mit Bildern stets auch dem Auftrag verpflichtet, Kultur zu vermitteln und Diskurse zu fördern. Es dreht sich hier nicht ausschließlich um die Kunst an sich, sondern immer auch um die Geschichten dahinter.

Und genau damit befasst sich der neue Grisebach Podcast.

Wir sprechen mit berühmten Malerinnen, Musikern und Autorinnen - und allen anderen, die etwas in oder über die Kunst zu sagen haben.

Es wird um die Bilder gehen, die unsere Leben prägen. Die uns inspirieren oder verfolgen. Die uns glücklich machen können oder andächtig. Solche, die im Museum hängen. Solche, die vor unserem geistigen Auge entstanden sind. Erinnerungen, Gemälde, Skizzen, Schnappschüsse, Plattencover, Gifs,– Hauptsache, sie haben uns anders auf die Welt sehen lassen.

Credits
Redaktion und Moderation: Rebecca Casati
Schnitt: Juliane Fritz
Titelmelodie: Dagobert
Cover: Selina Pavel

von und mit Rebecca Casati

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